Extrudierte Flüssigkeitskühlplatten sind integrierte Wärmemanagementkomponenten, die durch Strangpressverfahren aus Aluminiumlegierungen hergestellt werden. Diese Flüssigkeitskühlplatten nutzen flüssige Kühlmedien – wie Wasser, Wasser-Glykol-Gemische oder fluorierte Flüssigkeiten –, um einen effizienten Wärmeaustausch zu erzielen.
Das Kernmerkmal dieser Kühlplatten-Flüssigkeitskühlungstechnologie ist die Ausbildung geschlossener oder mehrkammeriger interner Strömungskanäle innerhalb eines einzigen stranggepressten Aluminiumprofils. Diese Struktur bietet geringen Strömungswiderstand, hohe Druckbeständigkeit, kompakte Bauweise und kontrollierte Kosten und findet daher breite Anwendung in Hochleistungselektronik, Akkus, Server-Flüssigkeitskühlung und Leistungselektronik.
Das Verständnis der Funktionsweise von Flüssigkeitskühlplatten ist entscheidend: Wärme wird von der Wärmequelle in den Kühlplattenkörper geleitet, an die internen Flüssigkeitskanäle abgegeben und anschließend durch erzwungene Konvektion abgeführt. Im Vergleich zu rohrförmigen oder gelöteten Flüssigkeitskühlplatten bieten extrudierte Konstruktionen eine höhere strukturelle Integrität und ein geringeres Leckagerisiko.

Kerntechnische Merkmale
one-piece extruded flow channels
seamless internal channels formed during Extrusion eliminate weld seams and reduce leakage risk compared to brazed or tubed structures.
high thermal conductivity materials
typically manufactured from 6061 or 6063 aluminum alloys with thermal conductivity ≥ 180 w/m·k. while copper cold plates offer higher conductivity, aluminum provides a superior balance of weight, cost, and corrosion resistance.
customizable Strömungskanaldesigns
supports parallel channels, serpentine channels, and multi-cavity configurations, enabling flexible liquid cold plate design.
high pressure capability
typical operating pressure: 0.5–1.5 mpa
Berstdruck: ≥ 3,0 MPa
lightweight structure
20–40% lighter than cnc-machined or plate liquid cooling solutions.
excellent Oberfläche treatment compatibility
suitable for anodizing, electroless nickel plating, and functional coatings.
typische Anwendungsszenarien
Wasserkühlungssysteme für Akkus von Elektrofahrzeugen
Server-CPU-/GPU-Kühlplatten für Elektronik
Hochleistungslaser-Kühlsysteme
Kühlung von IGBT und Leistungsmodul-Kühlplatte
Thermisches Management des Energiespeichersystems
Herstellungsprozess für extrudierte Flüssigkeitskühlplatten
1. Rohmaterialvorbereitungsphase
Auswahl der Aluminiumbarren → Analyse der chemischen Zusammensetzung (Spektrometer) → Prüfung der mechanischen Eigenschaften (Härte, Zugfestigkeit) → Vorbearbeitung (Schneiden, Stirnflächenbearbeitung) → Materiallagerung
Legierungssorten: 6061-t5 / t6, 6063-t5
Rohlingsdurchmesser: φ100–φ300 mm
Genauigkeit der Vorverarbeitung:
2. Werkzeugkonstruktions- und Fertigungsphase
Strömungskanaldesign (CFD-Thermosimulationsoptimierung) → Extrusionswerkzeugdesign (Anschlusslöcher, Schweißkammer, Lagerfläche) → Werkzeugstahlauswahl (H13 Warmarbeitsstahl) → CNC-Schruppen → Wärmebehandlung (Abschrecken + dreifaches Anlassen) → Präzisionsbearbeitung (Erodieren, Drahterodieren) → Polieren (Lagerflächenrauheit Ra ≤ 0,4 μm) → Validierung der Extrusionsprobe
Diese Phase bestimmt unmittelbar die innere Geometrie und Leistungsfähigkeit extrudierter Flüssigkeitskühlplatten und unterscheidet sie von gelöteten Flüssigkeitskühlplattenstrukturen, die auf einer nachträglichen Verklebung beruhen.
3. Extrusionsformungsphase
Aluminium-Rohling-Vorwärmung (480–520 °C) → Werkzeugvorwärmung (450–480 °C) → Extrusionsparameter einstellen → ProfilExtrusion (Geschwindigkeit 1–5 m/min) → Online-Abschreckung (Luft- oder Nebelkühlung) → Ziehen und Richten → Ablängen → Aushärtungsbehandlung (Zustand t5 / t6)
Das Extrusionsverfahren ermöglicht gleichmäßige interne Strömungskanäle, die eine stabile Plattenflüssigkeitskühlung gewährleisten.
4. CNC-Präzisionsbearbeitungsstufe
Bearbeitung der Bezugsfläche (Einstellung des Koordinatensystems) → Stirnflächenbearbeitung (Öffnung des Strömungskanals) → Schnittstellenbearbeitung (Einlass-/Auslassöffnungen, Befestigungslöcher) → Bearbeitung der Dichtfläche (Ebenheit ≤ 0,05 mm) → Entgraten → Sauberkeitsprüfung
Bearbeitungsanforderungen
5. Bearbeitung und Schweißvorbereitung der Endkappen
Auswahl des Endkappenmaterials (gleiche oder kompatible Legierung) → CNC-Bearbeitung → Oberflächenbearbeitung der Dichtfläche (Ra ≤ 1,6 μm) → Bearbeitung der Schweißnaht → Reinigung (Ultraschallreinigung) → Montagepositionierung (spezielle Vorrichtungen)
Auslegungsparameter der Endkappe
6. Schweiß- und Dichtungsphase
Auswahl des Schweißverfahrens → Vorrichtungsmontage → Einstellung der Schweißparameter → automatisierte Schweißausführung → Wärmebehandlung nach dem Schweißen (Spannungsarmglühen) → Prüfung der Schweißnahtoberfläche
Vergleich der Schweißprozesse
Reibrührschweißen (FSW):
no filler material, high joint strength, ideal for long straight seams
Laserschweißen:
small heat-affected zone, high precision, suitable for complex seams
WIG-Schweißen:
cost-effective, flexible, suitable for small-batch custom liquid cold plate production
7. Druck- und Dichtheitsprüfungen
Heliumleckprüfung
hydrostatische Druckprüfung (1,5-facher Betriebsdruck)
Berstdruckprüfung (≥ 3× Betriebsdruck)
Druckzyklusprüfung (100.000 Zyklen)
Prüfstandards
Leckrate: ≤ 1×10⁻⁷ mbar·l/s (Helium)
Druckhaltung: 1,5 MPa × 5 min, Druckabfall ≤ 0,01 MPa
Berstdruck: ≥ 3,0 MPa
Druckwechselprüfung: 0,2–1,0 MPa, 100.000 Zyklen ohne Leckage.
8. Oberflächenbehandlungsschritt (optional)
Vorbehandlung (Entfetten, Beizen) → Anodisieren (naturfarben/schwarz) → Versiegeln → Funktionsbeschichtungen → Einbrennen und Aushärten
Oberflächenbehandlungsoptionen
9. Reinigungs- und Trocknungsprozess
Hochdruckspülung mit deionisiertem Wasser → Ultraschallreinigung (neutrales Reinigungsmittel) → dreistufige Gegenstromspülung → Heißlufttrocknung (80–100 °C) → Vakuumtrocknung (für Anwendungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen) → Stickstofffüllung zur Oxidationsverhinderung
Sauberkeitsstandards
10. Zubehörmontage
Dichtungseinbau (Silikon / FKM / EPDM) → Schnellkupplungsmontage → Temperatursensoreinbau (optional) → Drucksensoreinbau (optional) → Kennzeichnung (Produktinformationen und Durchflussrichtung)
Zubehörbedarf
Dichtungsmaterialien: EPDM, FKM, Silikon (−40 °C bis 150 °C)
Steckverbinderstandards: DIN, SAE, JIS, BSPP
Sensorgenauigkeit:
Temperatur ±0,5°C
Druck ±1% fs
11. Leistungsprüfung des fertigen Produkts
Thermische Widerstandsprüfung (Standard-WärmequellenVerfahrene) → Strömungswiderstandsprüfung (Durchfluss-Druckabfall-Kurve) → Prüfung der Strömungsgleichmäßigkeit (Mehrkanal-Designs) → Dauerhaftigkeitsprüfung (thermische und Druckzyklen) → abschließende Helium-Leckageprüfung (100%-Prüfung)
Leistungsindikatoren
Wärmewiderstand: 0,01–0,05 °C/W (auslegungs- und strömungsabhängig)
Strömungswiderstand: ≤ 50 kPa bei 10 l/min (typisch)
Abweichung der Fließgleichmäßigkeit: ≤ 10 %
Betriebstemperaturbereich: −40 °C bis 120 °C
12. Endkontrolle und Verpackung
Sichtprüfung → Dimensionsprüfung (CMM) → Dokumentationserstellung → Korrosionsschutzverpackung (VCI) → Stoßfeste Verpackung → Etikettierung des Umkartons
Verpackungsspezifikationen
Einzelverpackung: PE-Beutel + VCI-Papier
Verpackungsausrichtung: vertikale Platzierung
Etiketteninhalt: Produkt-ID, Produktionsdatum, Fließrichtung, Hinweis auf zerbrechliche Beschaffenheit
Lagerbedingungen: −10 °C bis 40 °C, ≤ 70 % relative Luftfeuchtigkeit
13. Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
Konformitätsbescheinigung → Materialzertifikate → Leistungsprüfberichte → Prozessaufzeichnungen → Rückverfolgbarkeitsetiketten (QR-Code/Barcode) → Installations- und Bedienungsanleitung
Qualitätskritische Kontrollpunkte (ctq)
| Prozessphase | Kontrollparameter | Verfahren | Akzeptanzkriterien |
|---|
| Rohstoff | chemische Zusammensetzung | Spektralanalyse | entspricht 6061/6063 |
| Extrusion | Kanalabmessungen | Messschieber / Projektor | ±0,1 mm |
| Bearbeitung | Ebenheit | Granitplatte | ≤0,05 mm / 100 mm |
| Schweißen | Dichtheitsprüfung | Heliumlecktest | ≤1×10⁻⁷ mbar·l/s |
| Oberfläche | Beschichtungsdicke | Wirbelstrommessgerät | 10–15 μm ±2 μm |
| Abschlussprüfung | Druckwiderstand | Bersttest | ≥3,0 MPa |
Prozessfähigkeit und Produktionskapazität
Designrichtlinien und bewährte Verfahren
Strömungskanaldesign
hydraulischer Durchmesser: 4–8 mm
Seitenverhältnis: ≤ 10:1
Biegeradius: ≥ 1,5 × Kanalbreite
trichterförmiges Einlass-/Auslassdesign
optionale interne Kühlrippen für verbesserte Wärmeübertragung
Tragwerksplanung
Strategie zur Materialauswahl
Allgemeine Anwendungen: 6063-t5
Hochleistungsanwendungen: 6061-t6
raue Umgebungen: zusätzliche Beschichtungen
Kostenoptimierung
standardisierte Querschnitte
verbesserte Materialnutzung
reduzierte Sekundärbearbeitung
Skaleneffekte in der Massenproduktion
Dank ihrer einteiligen, extrudierten Struktur, des geringen Leckagerisikos, der hohen Zuverlässigkeit und der hervorragenden Kosteneffizienz spielen extrudierte Flüssigkeitskühlplatten eine unverzichtbare Rolle in Anwendungen mit hoher Leistungsdichte. Da Branchen wie Elektrofahrzeuge, Rechenzentren, 5G-Kommunikation und erneuerbare Energien weiter wachsen, werden sich kundenspezifische Kühlplatten und Flüssigkeitskühlplattenlösungen in Richtung höherer Leistung, geringerem Gewicht und intelligenterem Wärmemanagement weiterentwickeln – und so robuste und skalierbare Lösungen für Flüssigkeitskühlsysteme der nächsten Generation bieten.